Dresden – Dirigent Christian Thielmann möchte seine Arbeit nicht politisch verstanden wissen. "Es gefällt mir ganz und gar nicht, wenn Musik oder Musiktheater in den Dienst einer politischen Botschaft gestellt werden. Ich finde das ideenlos und armselig", sagte der 57-Jährige in einem Interview der Dresdner "Morgenpost" (Donnerstag): "Spielen wir lieber unsere Klassiker. Die sagen viel Kluges über das, was uns aktuell beschäftigt."
Er vertraue der Kraft der Stücke, gerade der Klassiker, Gedanken zu bündeln: "Nehmen Sie Beethoven oder Wagner, im Sprechtheater Shakespeare. In ihren Werken lässt sich das Weltgültige erkennen. Das kann in bestimmten Situationen, wie gerade jetzt, hochpolitisch sein. Doch versagt es sich den Bezug zur Tagespolitik."
(dpa/MH)
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