Essen/Berlin (MH) – Das Klavier-Festival Ruhr hat 2025 mehr Besucher als im Vorjahr angezogen. "Für die Zeit nach der Corona-Pandemie haben wir einen neuen Rekord erreicht", bilanzierte Intendantin Katrin Zagrosek am Mittwoch zum Abschluss der zweiten Saison unter ihrer Leitung. Zu den 65 Konzerten und einem Projekt mit dem Pianisten Kit Armstrong kamen 39.650 Zuhörer, fast 5.000 mehr als 2024.
25 Konzerte waren ausverkauft. Die Auslastung steig auf 84 Prozent (Vorjahr: 80 Prozent). Die Veranstaltungen fanden an 25 Spielorten in 17 Städten an Rhein, Ruhr und Wupper statt. Zagrosek sprach von einem großartigen Erfolg "besonders angesichts der großen künstlerischen Wagnisse, die wir eingegangen sind". Dazu zählte ein viertätiges Projekt im Museum Folkwang, bei dem Kit Armstrong sich von der umgebenden Kunst inspirieren ließ und sich teilweise bis zu 8 Stunden am Stück durch die Musikgeschichte spielte.
Schwerpunkte setzten auch die Porträtkünstler des Festivals. Evgeny Kissin widmete sich in Solo- und Kammermusikabenden dem vor 50 Jahren verstorbenen Dmitri Schostakowitsch. Marc-André Hamelin stellte kaum bekannte Komponisten wie Stefan Wolpe, Nikolai Medtner oder Nadia Boulanger neben das bekannte Repertoire von Beethoven, Debussy, Dvorak, Haydn und Rachmaninow. Zu den weiteren Gästen zählten Martha Argerich, Khatia Buniatishvili, Daniil Trifonov, Jan Lisiecki und Yuja Wang.
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(wa)
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