Donnerstag, 18. Oktober 2012 / 23:15 – 00:10 Uhr
RBB-Fernsehen
Dokumentation (Deutschland 2011) Er führte Kriege und komponierte Symphonien, regierte mit strenger Hand und verfasste leidenschaftlich gern Gedichte. Musiker und Literat einerseits, Staatsmann und Feldherr andererseits: Friedrich der Große war ebenso widersprüchlich wie inspirierend.
Ausgehend von seinen Ideen und der Musik, die vor fast dreihundert Jahren an seinem Hof entstand, unternimmt der Film von Friederike Schlumbom eine Erkundungsreise durch die aktuelle Musik-, Tanz- und Kunstwelt und fragt dort nach der modernen Deutung des Preußenkönigs. Es geht um Themen, die im Leben Friedrichs II. ausschlaggebend waren und die Menschen bis heute beschäftigen: Freiheit, Freundschaft, Gerechtigkeit, Strenge, Disziplin und Vaterliebe. Wie gehen moderne Musiker und Künstler damit um? Wie sehen sie die Musik der Epoche, welche Variationen entstehen dazu in den verschiedenen Genres?
Der Geiger Daniel Hope ist Musiker, Fragesteller und Suchender zugleich. Sein Gewährsmann und Mentor ist Dirigent Christian Thielemann, ein großer Bewunderer des Preußenkönigs. Auf seiner Reise trifft Daniel Hope DJs, Breakdancer, Beatboxer, Streetartists und Barockmusiker.
Roter Faden durch den Film ist ein Flötenkonzert Friedrichs des Großen. Daniel Hope spielt es mit Musikerfreunden und dem Barockensemble "L’arte del mondo" ein. Das Berliner Technoelektro-Duo "Lexy & K-Paul" interpretiert die Aufnahme auf seine Art, unterstützt von der Breakdancer-Gruppe FanatiX. Musiker wie der Flötist Greg Pattillo, der mit seinem Trio Friedrichs Stücke als Beatbox-Version auf dem Berliner Schlossplatz und in der U-Bahn spielt, oder der Berliner Streetartist EMESS, der die Figur des Monarchen in der Stadt Berlin inszeniert, zeigen, wie aktuell das Vermächtnis Friedrichs des Großen ist.
(pt/wa)
Ausschnitt aus der Sendung: