Leipzig/Berlin (MH) – Die Stadt Leipzig will 2026 weniger für die Oper, das Schauspiel und das Gewandhaus ausgeben. Die geplanten Zuweisungen von zusammen 103,2 Millionen Euro sollen um 914.200 Euro gekürzt werden, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Insgesamt peilt die Stadt für das kommende Jahr Einsparungen in Höhe von rund 20 Millionen Euro an, für das Haushaltsjahr 2025 sollen die Ausgaben um 7,5 Millionen Euro reduziert werden.
Die Einsparungen seien notwendig, damit der Freistaat Sachsen den Doppelhaushalt 2025/26 der Stadt genehmigt. "Ohne diese Genehmigung wären uns in Leipzig finanziell die Hände gebunden, freiwillige Aufgaben wären dann kaum mehr möglich", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung.
Weitere Kürzungen sind etwa bei der Flüchtlingsunterbringung (1,4 Millionen Euro), bei Personalgewinnung, -entwicklung und -marketing (783.400 Euro) und der Tourismusförderung (150.000 Euro) vorgesehen. Gleichzeitig will die Stadt ihre Einnahmen verbessern, so rechnet die Verwaltung mit einer Erhöhung der sogenannten Rückholquote beim Unterhaltsvorschuss (677.200 Euro). Über den Haushalt soll der Stadtrat im September entscheiden.
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(wa)
Berichtigung (11.07.2025 – 09:23 Uhr): Im zweiten Satz muss es "103,2 Millionen Euro" heißen (nicht: 95,4 Millionen Euro). Die Stadt Leipzig hat ihre Angaben korrigiert.
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