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200 Jahre Liszt: Das Franz-Liszt-Wochenende im TV

20. Oktober 2011 - 10:12 Uhr

Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt (22.10.1811-31.07.1886) gibt es im Fernsehen ein inoffizielles "Langes-Liszt-Wochenende" mit Konzerten, Dokumentationen und einem Spielfilm. Nachfolgend hat "musik heute" die Sendungen vom 22. bis 24. Oktober 2011 zusammengestellt:

Samstag, 22. Oktober 2011

200 Jahre Liszt (21:05 – 22:35 Uhr) arte

Konstantin Scherbakov

ARTE überträgt leicht zeitversetzt das Festkonzert aus Weimar unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann. Es spielt das eigens für dieses Konzert gegründete Franz Liszt-Projektorchester mit Musikern der Staatskapelle Weimar sowie Professoren und Meisterschülern der Musikhochschule "Franz Liszt". Als Solist ist der russische Pianist Konstantin Scherbakov zu hören. Auf dem Programm stehen Richard Wagners "Tannhäuser"-Ouvertüre und von Franz Liszt der "Totentanz"-Variationszyklus für Klavier und Orchester sowie die Symphonischen Dichtungen "Tasso. Lamento e trionfo" und "Les Préludes".

Auf den Spuren von Franz Liszt (22:35 – 23:30 Uhr / arte)

Aglaia Mucha, Adrienne Krausz, Wendy Waller

Dokumentation (Frankreich 2011, Erstausstrahlung) Franz Liszt sagte einmal, man solle sein Leben nicht aufschreiben, sondern es sich vorstellen. Von dieser Aussage ließ sich Judit Kele bei ihrem Film zum 200. Geburtstag des Pianisten und Komponisten leiten. Im Mittelpunkt des Films stehen Liszts Jugendjahre bis 1861. Zu Wort kommen mit Adrienne Krausz und Muza Rubackyté zwei Pianistinnen mit einer Vorliebe für Liszt. Sie erzählen die Geschichte seiner Familie, Freunde und Rivalen.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Unterwegs in Thüringen – Mit Liszt durch Weimar (14:15 – 14:45 Uhr / EinsPlus)

Elf Jahre hat Liszt in Weimar gelebt und geliebt. Hier hat er den größten Teil seiner Kompositionen geschrieben. Musiker erinnern in Konzerten an ihn. Es gibt das Liszt-Haus, ein Denkmal und die Liszt-Orgel in Denstedt. Die Weimarer Musikhochschule trägt seinen Namen. Liszt-Menüs, Sonderausstellungen – Liszt findet sich in fast allen Schaufenstern…

D. Barenboim und P. Boulez spielen Liszt (18:15 – 19:45 Uhr / arte)

Klavier-Festival Ruhr 2011 – Die beiden Ausnahmekünstler Daniel Barenboim und Pierre Boulez interpretieren gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin das erste und zweite Klavierkonzert des Komponisten. Kombiniert wird das Programm aus der Philharmonie Essen mit dem "Siegfried-Idyll", einem Werk von Liszts Schwiegersohn Richard Wagner.

Franz Liszt. Der Unvollendete (22:45 – 23:30 Uhr / BR-alpha und 00:00 – 00:45 Uhr / rbb)

Ein Mensch wie sein Jahrhundert – voller Ansprüche und Widersprüche. Ein Künstler wie die Tasten seines Instruments: Schwarz und weiß. Alles an ihm hat zwei Seiten … Er leitete in der Musik die Moderne ein, schlug den Bogen von der Romantik zum Impressionismus und darüber hinaus. Doch Vieles in seinen Kompositionen blieb unverstanden. Autorin Dr. Ute Gebhardt fokussiert Liszts Lebensmitte in Weimar und breitet von dort die Biografie des Künstlers aus. Scheitern und Triumph – nirgendwo erlebte Liszt beides so tief wie in Weimar. Mit vielen sehr persönlichen Erzählern und Schätzen aus Archiven entdeckt sie die kaum gesehenen Seiten des Künstlers, von dem Arnold Schönberg sagte: "Wir alle sind seine Schüler."

Montag, 24. Oktober 2011

Franz Liszt – Die späten Jahre (21:45 – 22:40 Uhr / arte)

Mircea Anca als Liszt

Dokumentation (Italien/Deutschland/Frankreich 2011, Erstausstrahlung) Ein frühes Testament, gescheiterte Ehepläne und eine halbe Karriere als Priester: Auf den ersten Blick liegt das letzte Lebensdrittel von Franz Liszt (1811-1886) im Schatten früheren Glanzes. Dabei schuf Liszt in dieser Zeit die visionärste Musik seines Lebens. Meisterpianist Lev Vinocour folgt der Spur Liszts in seinen späten Jahren von Weimar nach Rom und schließlich nach Bayreuth und fördert Überraschendes – nicht nur für Klassikliebhaber – zutage. (Regie: Günther Klein)

Nur wenige sind auserwählt (23:00 – 01:05 Uhr / MDR)

Dirk Bogarde, Capucine

Spielfilm (USA 1960, Originaltitel: Song Without End) Liszt war hin- und hergerissen zwischen seinen Talenten als Pianist und Komponist. Der Film zeigt, wie er auch ein glühender Verehrer und Förderer Richard Wagners wurde. Das Künstlermelodram ist mit Dirk Bogarde und Capucine in den Hauptrollen hervorragend besetzt, elegant fotografiert und prunkvoll ausgestattet. Die Filmmusik, die vorwiegend aus der Adaption klassischer Werke besteht und vom amerikanisch-kubanischen Pianisten Jorge Bolet eingespielt wurde, erhielt einen Oscar.

Lisztig, lustig, leidenschaftlich (01:05 – 01:35 Uhr / MDR)

Ein musikalisches Porträt von Christoph Rueger. Der umtriebige und umgetriebene Kosmopolit Franz Liszt hat es Zeit seines Lebens nie lange an einem Ort ausgehalten. Zwei Ausnahmen gibt es: Rom und vor allem Weimar. Zweimal kam er für viele Jahre in die kultivierte thüringische Provinz. Die erste Weimarer Zeit brachte den Klaviervirtuosen Liszt zum Komponieren, während des zweiten Aufenthaltes zog der zu gottgleichem Ansehen Gekommene eine große internationale Schülerschar in das kleine thüringische Residenzstädtchen.

(pt/wa)

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