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Ruhrtriennale endet mit neuem Besucherrekord

22. September 2016 - 15:51 Uhr

Bochum/Berlin (MH) – Das Theater- und Musikfestival Ruhrtriennale hat auch im zweiten Jahr unter Intendant Johan Simons einen Besucherrekord erreicht. Mit knapp 50.000 Eintrittskarten wurden rund 5.200 Tickets mehr als 2015 verkauft, teilten die Organisatoren am Donnerstag in Bochum mit. Bis zum Festivalende am Samstag rechne man mit einer Auslastung von 86 Prozent.

Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons

Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons

Unter den mehr als 200 Veranstaltungen waren 20 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen. Gespielt wurde an außergewöhnlichen Orten wie in monumentalen Industriehallen, auf freiem Feld, an religiösen Stätten oder beim Überraschungskonzert im Kaufhaus.

Ein großer Erfolg war Simons' Eröffnungspremiere mit der Gluck-Oper "Alceste". Diese sahen allein 6.000 Besucher. Auch Alain Platels Tanz-Produktion "nicht schlafen" feierte eine umjubelte Premiere. Mut zum Experiment bewies die Regisseurin Susanne Kennedy mit ihrem befremdlichen, installationsartigen Schauspiel "Medea.Matrix", bei dem Birgit Minichmayr die Hauptrolle innehatte.

In der fast 250 Meter langen Kohlenmischhalle der stillgelegten Zeche Auguste Victoria in Marl inszenierte der inzwischen 70-jährige Simons das Stück "Die Fremden". Das komplizierte Musiktheater-Video-Arrangement kam trotz der Länge beim Publikum gut an. Der Niederländer Simons zeigte sich am Donnerstag beim Rückblick auf das Spieljahr noch tief beeindruckt von der Kulisse. "Wer Marl erlebt hat mit der Kohlenmaschine, die sich 200 Meter rückwärts bewegt hat – und dann die Musik. So etwas werde ich in meinem Leben nicht mehr wieder erleben." Bundespräsident Joachim Gauck auch nicht. Er war dabei.

Die Aufführung wird einzigartig bleiben. Die imposante Kohlenmischmaschine hatte der Betreiber RAG extra für die Inszenierung am Ort belassen. Sie sollte nach dem Zechen-Aus längst verkauft sein.

Das dritte Triennale-Jahr unter Simons startet am 18. August und endet am 30. September 2017. Zum Programm wollte der Niederländer noch nichts preisgeben. So viel ist aber sicher: Weil er sich viel mit jungen Menschen und ihren Triennale-Wünschen auseinandergesetzt hat, dürfte es auch entsprechende Produktionen geben.

(wa, mit dpa)

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Link:

https://www.ruhrtriennale.de

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