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Steinmeier: Kultur ist Lebenselixier für alle

30. Oktober 2020 - 21:15 Uhr

Hamburg/Berlin (MH) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in der Corona-Pandemie auf die Bedeutung der Kultur hingewiesen. Sie sei kein Luxusgut für ein paar wenige, sondern Lebenselixier für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft als Ganze, sagte er am Freitag beim Jubiläumskonzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters in Hamburg. "Wir brauchen öffentliche Räume, in denen wir Musik gemeinsam erleben können. Und wir brauchen öffentliche Institutionen, die uns, den vielen unterschiedlichen Menschen in diesem Land, Musik näherbringen", erklärte Steinmeier.

Bundespräsident Steinmeier

Bundespräsident Steinmeier

Der Auftrag zur musikalischen Bildung sei auch heute unverzichtbar. "Es ist und bleibt wichtig, dass wir ein vielfältiges öffentlich-rechtliches Kulturangebot aufrechterhalten, nicht zuletzt für Kinder und Jugendliche", betonte der Bundespräsident.

Die erneute Schließung von Theatern und Konzerthäusern sei bitter für die Einrichtungen und die Kulturschaffenden, "aber auch bitter für die meisten Menschen in unserem Land". Die Pandemie habe freischaffende Künstler besonders hart getroffen, viele seien in ihrer Existenz bedroht. "In diesem Herbst und Winter sind sie mehr denn je auf unsere Solidarität angewiesen." Die Politik müsse helfen. "Aber wir müssen es auch. Möglichkeiten dazu gibt es reichlich! Lassen wir sie nicht im Stich, die Kultur!"

Das heutige NDR Elbphilharmonie Orchester hatte am 30. Oktober 1945 als Sinfonieorchester des Nordwestdeutschen Rundfunks in der Musikhalle (heute Laeiszhalle) sein erstes Konzert gegeben. Es war das erste öffentlich-rechtliche Rundfunkorchester in Deutschland, ausgestattet mit dem Auftrag zur kulturellen Bildung.

Beim Jubiläumskonzert unter der Leitung von Chefdirigent Alan Gilbert erklangen in der Elbphilharmonie – wie schon bei dem ersten Konzert vor 75 Jahren – Johannes Brahms' Doppelkonzert und Peter Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5. Die Solisten waren die Geigerin Julia Fischer und der Cellist Daniel Müller-Schott. Obwohl die Gesundheitsbehörde eine Veranstaltung vor 620 Besuchern zugelassen hätte, entschied der NDR kurzfristig, auf Zuschauer im Großen Saal zu verzichten.

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(wa)

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