Tenor Johan Botha (51) nach langer Krankheit gestorben

08. September 2016 - 11:53 Uhr

Wien/Berlin (MH) – Der südafrikanisch-österreichische Tenor Johan Botha ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Der Sänger habe in den frühen Morgenstunden "den Kampf gegen seine schwere Krankheit endgültig verloren", teilte sein Künstlermanagement am Donnerstag mit. Zuerst hatte die Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung "Kurier" darüber berichtet.

Johan Botha

Johan Botha

Botha musste zuletzt wegen seines schlechten Gesundheitszustands zahlreiche Auftritte, etwa bei den Osterfestspielen in Salzburg oder an der Wiener Staatsoper, absagen. Erst im Juni war er mit der Rolle des Siegmund in Richard Wagners "Walküre" in Budapest auf die Bühne zurückgekehrt. Bei den Münchner Opernfestspielen gab er dann noch zwei Mal den Calaf. Im Herbst hätte Botha mit "Turandot" und "Aida" wieder in der Wiener Staatsoper auftreten sollen.

Botha wurde 1965 in Rustenburg in Südafrika geboren. Nach einem Studium in seiner Heimat kam er 1990 nach Europa und begann seine Karriere. Er gastierte an allen Berliner Opernhäusern, den Staatsopern in Dresden, Hamburg und München. Seit seinem Debüt an der Wiener Staatsoper 1996 war er mit dem Haus eng verbunden. Seit fast 20 Jahren trat Botha auch regelmäßig an der Metropolitan Opera in New York auf. Im Sommer 2010 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen. Er sang alle großen Partien seines Fachs, darunter in "Fidelio", "Tannhäuser", "Parsifal", "Tosca" und "Otello".

(wa, mit dpa)

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