Düsseldorf/Berlin (MH) – Die Tonhalle Düsseldorf trauert um Mark-Andreas Schlingensiepen. Wie das Haus am Dienstag mitteilte, ist der Dirigent, Ensembleleiter und Komponist am Samstag (2. Mai) gestorben. Am 29. April war der Musiker 70 Jahre alt geworden. Einem Konzert zu seinem Geburtstag konnte er nicht mehr beiwohnen.
Mit seinem Ensemble "notabu" habe Schlingensiepen mehr als 500 Werke in der Tonhalle aufgeführt, darunter zahlreiche Uraufführungen. "Er war der 'häufigste' Dirigent in der Tonhalle der vergangenen 50 Jahre
Der 1956 im nordenglischen Bradford geborene Sohn deutscher Eltern kam 1960 mit seiner Familie nach Berlin und 1969 nach Düsseldorf. Dort studierte er ab 1976 Klavier, später auch Dirigieren. 1983, im Jahr seines Studienabschlusses, gründete er ein Ensemble für Neue Musik, das sich 1992 verselbstständigte und bald "notabu.ensemble neue musik" nannte. Ab 1985 band der damalige Tonhalle-Intendant Peter Girth das Ensemble an das Haus, das bis heute sein wichtigster Wirkungsort ist.
Schlingensiepen habe der Musik von heute in der Tonhalle ein ganz eigenes Gesicht gegeben, hieß es in einem Nachruf. "Wir sind ihm dafür unendlich dankbar. Den ihm nahestehenden Menschen, besonders seiner Familie, gilt unser tief empfundenes Beileid."
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(wa)
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