Mainz/Berlin (MH) – Der Komponist Pēteris Vasks erhält den Robert-Schumann-Preis für Dichtung und Musik. Der 80-jährige Lette gehöre zu den bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Musik Europas, teilte die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur am Donnerstag mit. Die Auszeichnung soll ihm am 11. November überreicht werden.
"Seine Werke sind tief verwurzelt in der lettischen Landschaft, ihrer Geschichte und ihrer spirituellen Dimension", erklärte die Jury. "Mit einer unverwechselbaren Klangsprache verbindet er Einfachheit mit emotionaler Tiefe und schafft Musik, die zugleich berührt und zum Innehalten einlädt. In seinen Kompositionen, die immer wieder auf die Überlieferung geistlicher Texte zurückgreifen, spiegeln sich Menschlichkeit, Naturverbundenheit und ein feines Gespür für die Zerbrechlichkeit unserer Welt." Vasks gelinge es, Hoffnung und Schmerz, Stille und Intensität in einen eindrucksvollen musikalischen Dialog zu bringen, hieß es weiter.
Der Robert-Schumann-Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. Stifter ist die Mainzer Strecker-Stiftung. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Pierre Boulez, Wolfgang Rihm, Aribert Reimann, Jörg Widmann, Olga Neuwirth, Heinz Holliger und zuletzt Adriana Hölszky.
© MUSIK HEUTE. Alle Rechte vorbehalten – Informationen zum Copyright
(wa)
Mehr zu diesem Thema:
Link: