(mh) – Neun 1. Preisträger des diesjährigen Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" treten am Samstag zu einem weiteren Wettbewerb an. Die hochbegabten Nachwuchstalente aus Thüringen, Bayern und Nordrhein-Westfalen spielen um den mit 6.000 Euro dotierten "WDR3-Klassikpreis der Stadt Münster". Zu dem Gewinn gehört auch ein Konzertauftritt, der auf CD mitgeschnitten und im WDR3-Radio gesendet wird.
Bei dem öffentlichen Wettbewerb steht die Auseinandersetzung mit einem Werk der Wiener Klassik im Vordergrund. Die besondere Herausforderung besteht darin, eine mehrsätzige Komposition künstlerisch zu durchdringen und den Spannungsbogen über die Gesamtdauer des Vortrags zu halten. Da die stilistische Vielfalt des übrigen "Jugend musiziert"-Programms dafür keinen Raum lässt, will der "Klassikpreis" dazu anregen, sich diesem hohen Anspruch zu stellen.
Der "Klassikpreis" findet seit 1989 an der Westfälischen Schule für Musik in Münster statt. Deren Direktor Ulrich Rademacher bedauerte die geringe Beteiligung in diesem Jahr, die er auf die verkürzte Gymnasialzeit zurückführt. Diese zwinge viele Musikenthusiasten zum "brutal-ökonomischen Umgang mit den knappen Zeit-Ressourcen", sagte er. Um mit Solo-Unterricht und Solo-Üben ein kurzes, wirkungsvolles Programm zu erarbeiten, sei im G8 womöglich noch Zeit. "Aber Muße und Kraft fehlen dort, wo es gilt, sich mit unseren kulturellen Wurzeln zu beschäftigen: in der vertieften Auseinandersetzung mit einem bedeutenden Kunstwerk, in Partnerschaft und im Dialog mit gleichaltrigen Partnern."
Der "WDR3-Klassikpreis der Stadt Münster" beginnt am Samstag, 29. Juni 2013, um 11:00 Uhr in der Westfälischen Schule für Musik. Der Eintritt ist frei.
(wa)
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