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Bieito inszeniert Verdis "Requiem" ohne Provokation

11. März 2018 - 22:49 Uhr

Hamburg – Calixto Bieito hat am Sonntagabend an der Staatsoper in Hamburg Giuseppe Verdis "Messa da Requiem" inszeniert. Der spanische Regisseur ist als Provokateur bekannt, bot aber beim "Requiem" eine eher zurückhaltende Lesart an und beschränkte sich auf lose assoziierende Bilder. In den Mittelpunkt stellte er das Leid der Hinterbliebenen. "Requiem" ist eine Totenmesse. Sie galt aber schon zu Lebzeiten Verdis quasi als dessen wohl schönste Oper.

"Messa da Requiem"

"Messa da Requiem"

Aus dem Sängerensemble ragte die Sopranistin Maria Bengtsson heraus, die die Seelenzustände der Trauernden zwischen Fassungslosigkeit und Zorn eindringlich darstellte und sang. Das enge Vibrato der Altistin Nadeshda Karyazina passte nicht zu Bengtssons weichem, warmem Timbre. Außerdem hatte Karyazina mit Intonationsschwierigkeiten zu kämpfen. Kevin John Edusei am Pult des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg dirigierte defensiv und oft ohne die dramatische Spannung.

(dpa/MH)

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