Komische Oper Berlin: Senat will Sanierungskosten kontrollieren

25. Februar 2020 - 11:14 Uhr

Berlin (MH) – Der Berliner Senat will verhindern, dass bei der Sanierung der Komischen Oper die Kosten explodieren. Man habe aus den Fehlern beim Umbau der Staatsoper Unter den Linden gelernt, erklärte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Dienstag im Inforadio vom rbb. Dort waren die Arbeiten am Ende rund 200 Millionen Euro teurer als geplant.

Komische Oper Berlin

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Bei der Komischen Oper sollen die Baumaßnahmen 2024 beginnen. Bislang sind 227 Millionen Euro veranschlagt. Der Betrag könne sich noch verändern, sagte Lederer. Man sei noch sehr früh im Verfahren, die nächsten Schritte seien der Architekten-Wettbewerb, der im August beendet sein soll, und die Vorplanungs- und Bauplanungsunterlagen. "In der Zeit wird über Geld auch nochmal geredet werden müssen" kündigte der Kultursenator an. "Das ist nämlich eine Lehre, dass 'Geld spielt keine Rolle' für uns nicht gilt, sondern wir dann tatsächlich sehr genau hingucken werden: welche Kostenblöcke entstehen, was sind die Kostentreiber, an welchen Stellen kann man gegebenenfalls auch gegensteuern." Die 227 Millionen Euro seien ein Marker, die Summe könne sich aber nach oben oder nach unten noch verändern.

Um die Kosten im Griff zu behalten, setzt der Senat Lederer zufolge vor allem auf sorgfältige Planung: "Wir fangen nicht an zu bauen, ohne fertig geplant zu haben." Das sei bei der Staatsoper passiert. Dort sei auch das unterirdische Bauwerk "massiv kostentreibend" gewesen. Bei der Komischen Oper werde dagegen nicht in die Tiefe gebaut.

In der Zeit der Sanierung soll das Ensemble des heutigen Intendanten Barrie Kosky, der ab Mitte 2022 als Hausregisseur der Oper verbunden bleibt, in das Schiller Theater ziehen und auch an anderen Orten der Stadt spielen.

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(wa)

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