NRW erhöht Hilfen für Laienmusikvereine

06. August 2020 - 20:49 Uhr

Schmallenberg/Berlin (MH) – Nordrhein-Westfalen will seine Laienmusikszene in der Corona-Krise erhalten. Dazu legt die Landesregierung ein Sonderhilfsprogramm in Höhe von 500.000 Euro auf, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Donnerstag bei einem Besuch des Musikbildungszentrums Südwestfalen in Schmallenberg. Die Mittel sollen gemeinnützig organisierten Chören und Musikvereinen zu Gute gekommen, die durch Ausfälle von Proben und Auftritten in finanzielle Engpässe geraten sind.

Isabell Pfeiffer-Poensgen

Isabell Pfeiffer-Poensgen

"Ein großer Teil des Musiklebens in Nordrhein-Westfalen wird von einer ebenso vielfältigen wie vitalen Laienmusikszene gestaltet. In den zahlreichen Chören und Instrumentalgruppen unterschiedlichster Ausrichtungen finden viele Menschen ihren ganz persönlichen Zugang zur Musik. Wir wollen mit unserem Programm daran mitwirken, dass diese für die Gesellschaft so wichtige Struktur die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie übersteht und das gemeinsame Musizieren in allen Genres und Altersgruppen konstanter Teil des kulturellen Lebens in Nordrhein-Westfalen bleibt", erklärte Pfeiffer-Poensgen.

Das neue Förderprogramm entspreche einer Erhöhung der regulären Landesförderung von rund 1,4 Millionen Euro um 35 Prozent. Beruhend auf einer Bedarfsabfrage habe der Landesmusikrat NRW gemeinsam mit den Dachverbänden der Laienmusik drei Stufen für pauschale Zuschüsse definiert: Chöre erhalten eine Pauschale von 400 Euro, Instrumentalvereine 800 Euro und größere Oratorienchöre 2.500 Euro. Die Mittel stünden den Vereinen über die Dachverbände zur Verfügung. In den elf Dachverbänden der Laienmusikvereine in Nordrhein-Westfalen sind rund 161.500 Menschen aktiv.

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(wa)

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