Frankfurter Opernintendant warnt vor Kulturschließungen

02. Dezember 2021 - 12:37 Uhr

Frankfurt am Main/Berlin (MH) – Der Intendant der Oper Frankfurt, Bernd Loebe, hat sich "zutiefst beunruhigt" über mögliche Schließungen von Kultureinrichtungen geäußert. Dies hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) als weitergehende Schutzmaßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus angesprochen. "Eine Schließung der Theater hätte verheerende Folgen", erklärte Loebe laut einer Mitteilung vom Donnerstag.

Bernd Loebe

Bernd Loebe

"Bei der letzten Schließung haben wir 6.000 unserer Abonnenten verloren, und dieser Anteil würde weiter wachsen", erklärte Loebe in einem Schreiben an Bouffier. "Damit verliert die Oper aber eine absolut notwendige Existenzgrundlage, nämlich einen festen Kundenstamm, der letztlich die Finanzierungsgrundlage bildet." Er sehe die Gefahr, dass die Oper sich davon nie wieder richtig erholen wird.

Es sei keine Übertreibung zu sagen, dass das ganze System gefährdet ist. Loebe mahnte eine Differenzierung zwischen Freizeit- und Kultureinrichtungen an. Schutzmaßnahmen für Kultureinrichtungen müssten auf Grundlage der Hygienekonzepte und wissenschaftlichen Erkenntnisse gesondert betrachtet werden. "Bitte zerstören Sie nicht, was wir in Jahrzehnten aufgebaut haben. Es geht letztlich um ein weit über Hessen ausstrahlendes Unternehmen", schloss Loebe.

An der Oper Frankfurt gilt seit Ende November die 2G-Plus-Regel. Besucher benötigen neben dem Impf- oder Genesenen-Nachweis auch einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest. Zudem tragen sie Masken.

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(wa)

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