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Christian Zacharias spielt Beethovens Klavierkonzerte 5, 2 und 3

20. September 2013 - 08:00 Uhr

Sonntag, 22. September 2013 / 18:30 – 19:10 Uhr & 23:35 – 00:45 Uhr
ARTE

Konzerte (Schweiz/Frankreich 2012, Erstausstrahlung) Christian Zacharias und das Kammerorchester Lausanne spielen die Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven. Nach dem 4. und 1. am vorigen Sonntag zeigt ARTE diesmal die Nummern 2, 3 und 5.

Christian Zacharias spielt Beethovens 5. Klavierkonzert (18:30 – 19:10 Uhr)

Christian Zacharias

Wie auch im 4. Klavierkonzert in G-Dur eröffnet das Soloklavier das Thema dieses Klavierkonzerts Nr.5, jedoch hier in anderer Form. Der erste Satz beginnt mit einem imposanten Dreiklang des Orchesters, der von einer virtuos auskomponierten, später in der Reprise wieder aufgenommenen Klavierkadenz abgelöst wird. Diese Verflechtung ist für den ersten Satz sehr charakteristisch, der zahlreiche, auseinandergezogene Tonarten und Tonartwechsel enthält. So moduliert der Komponist die Grundtonart Es-Dur über den Weg enharmonischer Verwechselungen schließlich nach H-Dur und leitet somit zum zweiten Satz über. Das oft heldenhaft interpretierte Thema des Finales ist eine elegant-tänzerische Herausforderung für die Musiker, weshalb Beethoven das Tempo übrigens später in "Allegro ma non troppo" änderte.

Christian Zacharias spielt Beethovens 2. und 3. Klavierkonzert (23:35 – 00:45 Uhr)

Das Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur, Opus 19, wurde zwar nach dem 1. Konzert in C-Dur fertiggestellt, doch Beethoven hatte bereits lange vorher, Ende der 1780er Jahre, mit der Komposition begonnen. Er arbeitete das Werk mehrmals um, bevor es dann 1798 seine endgültige Form annahm. 1795 ersetzte der Komponist beispielsweise das Rondo , das unter op. 6 katalogisiert wurde , durch den heute gespielten Schlusssatz. Die Orchestrierung ohne Klarinetten, Trompeten und Pauken fällt kleiner als bei den "großen" Konzerten von Mozart aus, was wahrscheinlich an den begrenzten Möglichkeiten lag, die Beethoven zu Kompositionsbeginn in Bonn hatte.

Die Nr. 3 aus dem Jahr 1803 ist das einzige Klavierkonzert, das Beethoven in einer Molltonart schrieb: in c-Moll. Als Vorbild dienten ihm Mozarts Klavierkonzerte in d-Moll und c-Moll. Die Ausgestaltung des Themas ist typisch für Beethoven. Besonderen Wert legte er auf Motive mit Notenwiederholungen, die sich immer mehr steigern und im Rondo ihren Höhepunkt finden. Zudem fließen einige neue Erfindungen in die Komposition ein: Die durch die zahlreichen Pausen noch verstärkte packende Spannung in den ersten Takten, der dramatische Einsatz des Klaviers mit einer Tonleiter über drei Oktaven und der Dialog zwischen Solistenpauken und Klavier in den letzten Takten nach der Kadenz. Das Largo ist der gefühlvollste Satz, was unter anderem auf die Wahl von E-Dur statt des zu erwartenden, konventionelleren e-Moll zurückzuführen ist. Durch das gesamte Werk zieht sich ein musikalisches Thema, das allen Motiven zugrunde liegt.

(pt/wa)

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