Halle/Berlin (MH) – Der Fanny-Mendelssohn-Kompositionspreis 2026 geht an Johannes Wiedenhofer. Der 21-jährige Münchner setzte sich unter 25 Bewerbern durch, wie der Fanny-Mendelssohn-Förderverein am Dienstag mitteilte. Wiedenhofer erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro sowie den Auftrag, ein Kammermusikwerk für Flöte und Fagott zu komponieren.
Das Auftragswerk Wiedenhofers wird bei der Preisverleihung am 7. August in Halberstadt im Rahmen des Festivals KlangART Vision uraufgeführt. Interpreten sind der diesjährige Gewinner des Fanny-Mendelssohn-Förderpreises, der Flötist Fabian Johannes Egger, und die Fagottistin Cosima Maria Heilmaier.
"Wiedenhofers solitäre Klangwelten lassen das Publikum nicht ratlos zurück, weil sie auf logische, balancierte und subtil verzahnte Verläufe setzen, die – dialektisch konzipiert – Flächiges und Verdichtetes, Konsistentes und Experimentelles, Kontemplatives und Ekstatisches korrespondieren lassen", erklärte der Juryvorsitzende Martin Hoffmeister, Chefredakteur des Leipziger Gewandhaus Radios, und fügte hinzu: "Auf weiteren Ebenen amalgamieren sie suggestive Tableaus mit aparten Melodielinien, komplexer Rhythmik, koloristischer Varianz und tradierten Idiomen."
Der Fanny-Mendelssohn-Förderverein wurde 2013 von der Hamburgerin Heide Schwarzweller gegründet, um junge Künstler beim Start in eine Solo-Karriere zu unterstützen. Seit 2014 vergibt der Verein jährlich einen Förderpreis. 2024 kam ein Kompositionspreis hinzu, bei dem der Verein mit dem Festival KlangART Vision in Sachsen-Anhalt kooperiert.
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(wa)
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