Berlin (mh) – "Wenn wir die Menschen nicht im Innersten bewegen, wofür machen wir sonst Musik?", fragt die französische Dirigentin Laurence Equilbey im Magazin "Rondo" (Ausgabe 06/2014) und erklärt damit auch die Namensgebung ihres neuen Ensembles Insula Orchestra: "Als Insula bezeichnet man eine Region im Großhirnstamm, die besonders gefragt ist, wenn es darum geht, auf Reize mit Emotionen zu reagieren, auch das Lustempfinden ist dort teilweise verankert." Diese Hirnregion sei das erklärte Ziel des Orchesters, das mit Mozarts Requiem gerade seine erste CD veröffentlicht hat.
Nach ihrem Studium gründete Laurence Equilbey Anfang der 90er Jahre den Kammerchor Accentus, der inzwischen über die Grenzen Frankreichs hinaus Kultstatus genießt. Bei größer besetzten Konzerten arbeitet das Ensemble regelmäßig mit Spezialisten der Alten Musik, wie Concerto Köln oder der Akademie für Alte Musik Berlin. Doch sind die Proben stets mit Zeitdruck verbunden.
2012 boten Verantwortliche des Départements Hauts-de-Seine an, Gelder für ein nachhaltiges Musikförderungsprogramm bereitzustellen. "Nach kurzen Gesprächen war die Idee geboren, ein Orchester für junge Musiker zu gründen – und aus meinem Zeitproblem wurde sogar ein Vorteil!", berichtet Equilbey. Denn nun ist intensive Probenarbeit sogar erwünscht.
Wie die Dirigentin Laurence Equilbey mit dem Insula Orchestra "jede Musik aufs Neue erfindet", ist nachzulesen in der neuen Ausgabe des "Rondo"-Magazins, die am 20. November 2014 erscheint.
(wa)
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