Wien/Berlin (MH) – Der Pianist Oleg Maisenberg ist tot. Er starb am Donnerstagnachmittag, wie das Wiener Konzerthaus mitteilte. Auch Maisenbergs Künstleragentur schrieb auf ihrer Website: "Wir trauern um Oleg Maisenberg". Der Musiker wäre in wenigen Tagen 81 Jahre alt geworden.
Der im ukranischen Odessa geborene Maisenberg lebte seit 1981 in Wien. Er gab Klavierabende und konzertierte mit bedeutenden Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem London Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern, den Berliner Philharmonikern und dem Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau. Zudem spielte er mit Kammerensembles und war musikalischer Partner von Robert Holl, Hermann Prey, Heinz Holliger, Sabine Meyer, Sir András Schiff sowie Renaud und Gautier Capuçon und über Jahrzehnte von Gidon Kremer.
Auch als Pädagoge war der Künstler aktiv. Von 1985 bis 1998 war er Professor an der Musikhochschule Stuttgart und anschließend an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Für sein Schaffen erhielt er etwa das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2005).
Dem Wiener Konzerthaus ist Maisenberg mit 121 Auftritten zwischen 1981 und 2019 verbunden. 1995 wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Konzerthausgesellschaft verliehen. "Wir werden Oleg Maisenberg in ehrender Erinnerung behalten", hieß es von dem Konzerthaus.
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(wa)
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