Junge Musiker spielen um teure Streichinstrumente

24. Februar 2017 - 09:00 Uhr

Hamburg – Zum 25. Mal lädt die Deutsche Stiftung Musikleben junge Streichertalente zum Wettbewerb um Meisterinstrumente aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds nach Hamburg. Vom (heutigen) Freitag an stellen sich 60 Teilnehmer aus ganz Deutschland im Alter zwischen zwölf und 28 Jahren einer fünfköpfigen Fachjury.

Preisträgerin

Preisträgerin

Bis zum Sonntag wetteifern sie um 33 Instrumente aus den Werkstätten großer Namen wie Gagliano, Guarneri, Testore oder Vuillaume und ein frisch gebautes Auftragsinstrument des Freiburger Instrumentenbaumeisters Ersen Aycan. Auch der Traum, einmal eine echte Stradivari spielen zu dürfen, wird für einen der jungen Musiker wahr: Zur Vergabe steht eine Violine von Antonio Stradivari, Cremona 1703, aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Die Gewinner dürfen die Instrumente für zunächst ein bis zwei Jahre nutzen.

"Um auf den großen Podien der Welt, als Solist mit Orchester und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, benötigen junge Begabungen ein passendes, klangstarkes Instrument", teilte die Stiftung mit. Da solche Spitzeninstrumente unerschwinglich sind, wurde 1994 der Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds ins Leben gerufen.

Mittlerweile wurde das 200. Instrument in den Fonds eingegeben – ein 300 Jahre altes Meistercello von Joseph Guarnerius. Wie mittlerweile der Großteil der Instrumente des Fonds, stammt auch dieses Cello aus Privatbesitz und wurde treuhänderisch in den Fonds eingegeben, weitere Instrumente stammen aus dem Besitz der Bundesrepublik Deutschland oder konnten dank Spenden ihres Freundeskreises von der Deutschen Stiftung Musikleben erworben werden.

(dpa/MH)

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