Sachsen unterstützt Kultur-Einrichtungen und -Akteure

09. Juni 2020 - 14:21 Uhr

Dresden/Berlin (MH) – Der Freistaat Sachsen will die von der Corona-Pandemie besonders betroffene Kultur mit einem zusätzlichen Hilfspaket unterstützen. Allein 30 Millionen Euro sind für freie Theater, Festivals und kulturelle Vereine vorgesehen, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) am Dienstag. Diese hätten bisher zu wenig oder gar nicht auf Hilfsprogramme zugreifen können. Der Zuschuss beträgt bis zu 10.000 Euro, in begründeten Einzelfällen bis zu 50.000 Euro.

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch

Sachsens Kulturministerin
Barbara Klepsch

Die Kulturstiftung des Landes erhält sieben Millionen Euro. Damit wird unter anderem das Förderstipendium für freie Künstler aufgestockt, die an den anderen Hilfsprogrammen nicht partizipieren können. "Künstlerischen Leitungen einen Wert beizumessen, das ist unser Ziel. Und es ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit", betonte Klepsch. Pro Antrag werden bis zu 2.000 Euro ausgereicht.

Das neue Programm "Denkzeit Event" nehme auch die Veranstaltungsbranche in den Blick. Mit zwei Millionen Euro sollen Konzepte und Maßnahmen zur Umsetzung von Veranstaltungsformaten in Corona-Zeiten gefördert werden. Weitere Finanzhilfen gehen an staatliche Kulturbetriebe wie die Semperoper und die Staatlichen Kunstsammlungen. Auch Kinos können Liquiditätshilfen beantragen.

"Die Politik kann nicht überall Einnahmeverluste ausgleichen. Aber wir können Impulse setzen und Ideen fördern, die uns helfen, diese für Kultur und Tourismus besonders schwere Krise zu überstehen und die für Sachsen charakteristische Vielfalt zu erhalten", erklärte Klepsch, in deren Zuständigkeit auch der Tourismus liegt. Die Reisebranche will der Freistaat mit zusätzlich fünf Millionen Euro unterstützen.

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(wa)

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