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Frankfurts Oberbürgermeister plädiert für Bühnen-Neubau

07. Juni 2017 - 17:17 Uhr

Frankfurt am Main/Berlin (MH) – Die Sanierungspläne für die Städtischen Bühnen Frankfurt sind nach Ansicht von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zu teuer. Die in einer aktuellen Studie genannten Summen seien nicht akzeptabel, sagte Feldmann am Mittwoch in Frankfurt. Stattdessen müsse neu geplant werden. Ein Neubau scheine ihm die vernünftigere Lösung zu sein als eine Renovierung. "Unsere kulturpolitischen Ziele liegen nicht in Infrastruktur-Fantastereien, sondern in qualitativ hochwertigen Angeboten für alle Bürger, vor allem auch Kinder und Jugendliche", betonte er.

Oper Frankfurt

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Eine am Dienstag vorgestellte Machbarkeitsstudie schätzt die Kosten bei Abriss und Neubau von Oper und Schauspiel auf bis zu 889 Millionen Euro. Bei einer Sanierung wird ein Rahmen zwischen 848 bis 868 Millionen Euro genannt. Der Komplex stammt aus dem Jahr 1963. Die Studie war von Hartwigs Vorgänger in Auftrag gegeben worden. Die Summen erinnern an die Kosten der Hamburger Elbphilharmonie. Sie waren bei der Eröffnung mit 866 Millionen Euro angegeben worden.

Der Oberbürgermeister sprach sich ebenso wie die Grünen-Fraktion im Frankfurter Rathaus für einen Neubau der Städtischen Bühnen an gleicher Stelle aus. "Der Standort Willy-Brandt-Platz hat Priorität", erklärte Feldmann. Für die Grünen sagte Fraktionschef Manuel Stock: "Auch die deutlich geringeren Bauzeiten bei einem Neubau und die geringere Beeinträchtigung der künstlerischen Arbeit stützen die Entscheidungen für einen Neubau."

Der Steuerzahlerbund Hessen nannte Kostenschätzungen von deutlich mehr als 800 Millionen Euro auf der einen Seite "erschreckend". Andererseits sei es "positiv, dass die Frankfurter Verantwortlichen aus Kostenexplosionen andernorts lernen wollen und die Karten nun inklusive der voraussichtlichen Mehraufwendungen für alle Varianten offen auf dem Tisch liegen", teilte Sprecher Moritz Venner mit. Ausgewählt werden müsse die wirtschaftlichste Variante. "Dabei müssen unbedingt alle möglichen Einsparpotenziale ausgelotet werden, um die Gesamtkosten noch deutlich zu drücken."

(wa, mit dpa)

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