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"Rosenkavalier" an Berliner Staatsoper spaltet

10. Februar 2020 - 00:38 Uhr

Berlin (MH) – Die Premiere von Richard Strauss' "Der Rosenkavalier" an der Berliner Staatsoper hat am Sonntagabend gemischte Reaktionen hervorgerufen. Für seine erste große Opernregie erregte der österreichische Multimediakünstler André Heller viel Begeisterung, bekam aber auch Buh-Rufe. Für die Solisten gab es durchweg Applaus und zahlreiche Bravo-Rufe.

Schlussapplaus "Der Rosenkavalier"

Schlussapplaus "Der Rosenkavalier"

Besonders gefeiert wurden Camilla Nylund in der Rolle der Feldmarschallin und Günther Groissböck als Baron Ochs auf Lerchenau. Die finnische Sopranistin und der österreichische Bass brillierten gesangstechnisch und schauspielerisch. Ebenso überzeugte die kanadische Mezzosopranistin Michèle Losier als Octavian. Das Orchester musste sich anfangs kurz warmlaufen, bildete dann aber rasch eine Einheit mit Dirigent Zubin Mehta und bekam am Schluss ungeteilte Anerkennung und viel Beifall.

Heller nutzte mit seinem Kreativteam (Bühne: Xenia Hausner, Kostüme: Arthur Arbesser) Anleihen aus vielen Töpfen, von Zirkusmotiven – mit teils sehr gelungenen Kostümen – über Kulissen im Stil von Gustav-Klimt-Gemälden bis zu japanischen Elementen. Manche Szene gestaltet der Regisseur ästhetisch schön und filigran, etwa zwischen Octavian und Sophie (Nadine Sierra), während er die dramaturgischen Möglichkeiten von Chor und Komparserie nicht ausschöpft. Unter dem Strich konnten die Sänger die vereinzelten Schwächen der Regie aber wettmachen.

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(tr/wa)

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