Ehemalige "Kissinger Sommer"-Chefin gründet Festival mit "Stars & Rising Stars"

13. Februar 2017 - 09:00 Uhr

München (MH) – Weltberühmte Musiker, die vielversprechende Nachwuchsprofis mit auf die Bühne nehmen und mit ihnen interessante Programme gestalten – das ist das Konzept von "Stars & Rising Stars" in München. Das neue Klassikfestival soll vom 20. bis zum 28. Mai 2017 erstmals stattfinden. Bereits am 1. Mai ist ein "Präludium" geplant, das Cecilia Bartoli mit jungen Sängerkollegen bestreitet. Details wollen die Veranstalter am (heutigen) Montag in München auf einer Pressekonferenz vorstellen.

Kari Kahl-Wolfsjäger

Kari Kahl-Wolfsjäger

"Macherin" des Festivals ist mit Kari Kahl-Wolfsjäger eine renommierte Ideengeberin und Organisatorin, die 30 Jahre lang dem "Kissinger Sommer" als Intendantin vorstand und das Festival zu einem international angesehenen Festspielort entwickelt hat. Als sie im vergangenen Jahr die Leitung in Bad Kissingen an ihren Nachfolger übergab, stand für sie fest, dass sie keineswegs nur ans Nichtstun denkt, wie sie der Nachrichtenagentur MUSIK HEUTE sagte. Bald habe sie begonnen, Ideen für ein Festival an ihrem Wohnort München zu entwickeln, zumal ihr viele Künstler zugesagt hätten, weiterhin mit ihr zusammenarbeiten zu wollen.

Um in der Musikhochburg Landeshauptstadt München mit ihrem breiten Konzertangebot bestehen zu können, gründe "Stars & Rising Stars" auf einigen besonderen Gedanken: Junge Künstler stehen mit Weltstars auf der Bühne und die Schauplätze der Konzerte sind ungewöhnlich. So stellt die eigentlich der Öffentlichkeit gegenüber zurückhaltende Violinprofessorenlegende Ana Chumachenko im Plenarsaal des Landtags ihre Meisterschüler vor. Elisabeth Leonskaja spielt mit drei jungen Musikerkollegen in der Reaktorhalle und Jean-Yves Thibaudet mit Klaviertrio-Kollegen im Künstlerhaus am Lenbachplatz. Weitere berühmte Namen sind Mojca Erdmann, Martin Stadtfeld, Simone Kermes, Julian Rachlin, Olga Peretyatko, Lisa Batiashvili und Sabine Meyer. Mehr als 20 junge Künstler spielen mit den "Meistern".

Ziel des Festivals ist auch, jungen Musikinteressierten ein Angebot zu machen, das nicht nur aus großen Namen und teuren Konzertkarten besteht. So kosten die Karten für Besucher unter 28 Jahren nur 10,00 Euro, sonst 25,00 Euro. "Musik ist wie ein Baum, wir benötigen die Vielfalt und dürfen nicht nur auf einem Ast sitzen", zitiert Karl-Wolfsjäger im Programm den chinesischen Dirigenten und Musikmanager Long Yu. Bei "Stars & Rising Stars" werden drei Werke uraufgeführt. Nach jedem Konzert gibt es ein "meet & greet" mit den Künstlern.

(mk/wa)

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