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Klingendes Museum Hamburg feiert 25. Geburtstag – 1.500 Kinder als VIP-Gäste im Jubiläumskonzert

05. November 2014 - 09:40 Uhr

Hamburg/Berlin (mh) – Der Große Saal der Laeiszhalle war bis auf den letzten Platz besetzt: Mit 1.500 Kindern als VIP-Gästen hat das Klingende Museum Hamburg am Dienstag sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Begleitet von ihren Lehrern und in Anwesenheit der Familie des Museumsgründers Gerd Albrecht erlebten die Schüler von 3. bis 6. Klassen Benjamin Brittens "The Young Person’s Guide to the Orchestra", gespielt von den Hamburger Symphonikern unter der Leitung von Marius Stieghorst.

Jubiläumskonzert des ...

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Eigens für das Jubiläum hatte das weltweit erste "Instrumentenmuseum zum Anfassen" ein szenisches Konzert entwickelt. Pantomimisch führte "Praktikant Theodor" (Schauspieler Martin Schwanda) durch das Stück, in dem sich die vier verschiedenen Instrumentengruppen eines klassischen Sinfonieorchesters vorstellen. "Es war unglaublich berührend, wie die Kinder mit unserem neuen Maskottchen Theodor und vor allem mit der Musik mitgegangen sind", sagte Geschäftsführerin Bettina Fellinger, "und einfach wunderbar, wie der Funke der Begeisterung für klassische Musik auf die Kinder übergeht."

"Mit diesem lebendigen Konzept entwickeln wir im Museum moderne Musikvermittlung weiter und erinnern gleichzeitig an unsere Wurzeln", erklärte Musikvermittlerin Anke Fischer mit Bezug auf den Gründer und Dirigenten Gerd Albrecht, der die bis heute existierende Konzertreihe "Musikkontakte" ins Leben gerufen hat. "Dadurch, dass die Kinder professionelle Musiker mit den verschiedenen Instrumentengruppen im klassischen Konzert sehen und hören, können wir ihnen viel an – selbst erlebtem – musikalischem Wissen mitgeben. Sie lernen Klänge in hervorragender Qualität kennen, und sie erleben das Zusammenspiel auf hochprofessioneller Ebene", so Fischer.

Der Einladung zu dem Jubiläumskonzert inklusive eines Vorbereitungspakets für den Unterricht wollten über 4.000 Schüler von 111 Hamburger Schulen folgen. Da die Laeiszhalle nur 1.700 Plätze bietet, musste letztlich das Los entscheiden. "Bei dieser großen Resonanz aus den Schulen könnten wir weitere Konzerte füllen", sagte Fellinger und betonte: "Eine Fortsetzung der szenischen Konzerte wäre ein weiterer wichtiger Impuls für die kindgerechte Musikvermittlung am Musikstandort Hamburg und in Deutschland." Sie hoffe, zusammen mit den bisherigen Förderern und dem Engagement weiterer Unterstützer künftig jedes Jahr ein Konzert für Schüler anbieten zu können.

Das Klingende Museum Hamburg eröffnete 1989 mit etwa 40 Musikinstrumenten. Seit 1997 befindet sich die Sammlung im Souterrain der Laeiszhalle und umfasst inzwischen mehr als 400 verschiedene Streich-, Zupf-, Holzblas-, Blechblas- und Perkussionsinstrumente. Über das unterhaltsame Ausprobieren und spielerische "Begreifen" von Orchesterinstrumenten möchte die Institution besonders jungen Menschen einen unkomplizierten Zugang zum eigenen Musizieren schaffen.

... Klingenden Museums

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"Nur durch das Anfassen, das eigene Ausprobieren kann sich der Funke entzünden", war der Grundgedanke des Museumsgründers Prof. Gerd Albrecht: "Nicht hinter Glas, sondern zum Anfassen müssen Musikinstrumente sein." Jedes Jahr besuchen rund 8.000 Schüler das Klingende Museum. Zudem reist ein Klingendes Mobil mit musikpädagogischen Mitarbeitern direkt in die Schulen. Weitere Klingende Museen gibt es seit 2004 in Berlin und seit diesem Jahr in Kopenhagen.

Bis 2006 hat Gerd Albrecht das Klingende Museum Hamburg auch finanziell erheblich unterstützt. Er schaffte Musikinstrumente an und bezahlte Mitarbeiter aus eigener Tasche. Der Dirigent starb am 2. Februar 2014 im Alter von 78 Jahren. Die ersten Planungen für das Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen hat er noch intensiv begleitet.

(wa)

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Link:

http://www.klingendes-museum-hamburg.de

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