Schmuckvorhang der Dresdner Semperoper restauriert

16. August 2018 - 13:17 Uhr

Dresden/Berlin (MH) – Der Harlekinvorhang der Dresdner Semperoper ist gereinigt und restauriert worden. Vier Restauratoren haben während der Spielzeitpause auch die Untersicht des Bühnenportals mit der "Fünf-Minuten-Uhr" sowie das Proszeniumsgemälde überarbeitet, wie das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) am Donnerstag mitteilte. Die Kosten der Baumaßnahmen von 90.000 Euro seien aus Steuermitteln des Freistaates finanziert worden.

Schmuckvorhang der Semperoper

Schmuckvorhang der Semperoper

Der Schmuckvorhang ist eine auf Leinwand gemalte illusionistische Purpurdrapierung des Bühnenportals. Auf der 1875 von dem Karlsruher Maler Ferdinand Keller gestalteten Darstellung thront in der Mitte die "Fantasie", die die Fackel der Begeisterung trägt. Umgeben ist sie von den Musen der Theaterkünste Dichtung, Musik, Komödie, Gesang, Tanz und Geschichte. Den Rahmen bilden Medaillons mit Porträts von Dichtern und Komponisten.

Die nach Plänen des Architekten Gottfried Semper von 1871 bis 1878 als Neues Hoftheater erbaute Oper wurde im Zweiten Weltkrieg 1945 stark zerstört. 1972 beschloss der Rat der Stadt Dresden die Wiederherstellung des Hauses im Semperschen Sinne. Am 13. Februar 1985 konnte die Staatsoper mit Carl Maria von Webers "Der Freischütz" wiedereröffnet werden. Das Bühnenportal, der Theatervorhang und der Harlekinvorhang wurden auf der Grundlage des Originalentwurfs und einer alten Fotografie rekonstruiert.

(wa)

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