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Koskys "Semele" an Komischer Oper gefeiert

13. Mai 2018 - 01:12 Uhr

Berlin (MH) – Großen Jubel gab es am Samstag nach der Premiere von Georg Friedrich Händels "Semele" an der Komischen Oper Berlin. Besonderen Applaus erhielt die Sopranistin Nicole Chevalier, die die Titelpartie blendend sang. Dabei hatte ihr Auftritt noch am Mittag wegen einer Viruserkrankung auf der Kippe gestanden, wie Regisseur Barrie Kosky vor Beginn der Vorstellung sagte. Zur Sicherheit saß sogar eine Einspringerin im Orchestergraben, die aber nicht zum Einsatz kam.

"Semele"

"Semele"

Koskys Inszenierung gefiel dem Publikum, trotz teilweise anstrengender Geräusch- und Lichteffekte. Manche Passagen gestaltete er arg grotesk, wobei er den Sängerinnen einige stimmliche Eskapaden abverlangte. Diese meisterten Chevalier wie auch Katarina Bradić als Semeles jüngere Schwester Ino und Ezgi Kutlu als Jupiters Ehefrau Juno bravourös. Die souveräne Basis bildete das Orchester der Komischen Oper unter der Leitung von Konrad Junghänel.

Intendant Kosky hatte die Regie erst vor sechs Wochen von der Italienerin Laura Scozzi übernommen, die die Probenarbeit aus gesundheitlichen Gründen hatte abgeben müssen. Ihr Team aus Bühnenbildnerin Natacha Le Guen de Kerneizon, Kostümbildnerin Carla Teti und Lichtdesigner Alessandro Carletti blieb jedoch bei der Produktion und konnte überzeugen.

(ia/wa)

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Kosky inszeniert "Semele" an Komischer Oper Berlin
(12.05.2018 – 10:00 Uhr)

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