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Klavier-Kunst-Festival KLAVIERFIEBER

15. Juni 2011 - 16:50 Uhr

Wenn die Büste der Nofretete ein Musikstück wäre, wie würde sie klingen? Wie das Markttor von Milet oder "Der einsame Baum" von Caspar David Friedrich? Diese und andere Publikumsmagnete der Staatlichen Museen zu Berlin stehen im Mittelpunkt eines neuen internationalen Klavier-Kunst-Festivals. Die Idee von KLAVIERFIEBER sei ebenso einfach wie faszinierend, erklärten die Veranstalter am Mittwoch in Berlin: Sechs internationale Komponisten haben sechs Klavierwerke geschaffen, die von sechs Kunstwerken inspiriert wurden. Diese werden von sechs jungen Pianisten an sechs Abenden zur Uraufführung gebracht.

Klavierfieber

Das KLAVIERFIEBER soll vom 20. bis 26. Juni 2011 die bildende Kunst und das Klavier zusammenführen. Deshalb befinden sich alle Veranstaltungsorte des Festivals am Berliner Kulturforum: der Kammermusiksaal der Philharmonie, die Staatsbibliothek, die Gemäldegalerie, die Neue Nationalgalerie, das Musikinstrumenten-Museum und die St. Matthäus-Kirche. Ergänzt wird das KLAVIERFIEBER-Programm durch sechs Matineen bzw. Tea-Time-Konzerte, bei denen Meisterwerke aus dem gesamten Spektrum der klassischen Klaviermusik zu hören sein werden.

Das Festival wird am 20. Juni von der gefeierten Pianistin Elisabeth Leonskaja eröffnet. Bei sechs Veranstaltungen berechtigt die Eintrittskarte eine Stunde vor Konzertbeginn zum Museumsbesuch oder zur Teilnahme an einer Spezialführung. Mit moderaten Preisen – einheitlich 6 Euro am Tag und 15 Euro für die Abendkonzerte – und einem außergewöhnlichen Konzept möchte KLAVIERFIEBER bewusst neue Zuhörer für Klaviermusik begeistern.

Markttor von Milet

Dazu sollen sowohl den Künstlern als auch der Öffentlichkeit neue Perspektiven geboten werden. So werden in die Konzerte Gespräche mit den Komponisten eingebaut, erklärte der künstlerische Leiter Dieter Rexroth. Das Festival wolle jungen Pianisten auch neue Wege aufzeigen, sich mit Musik auseinanderzusetzen. Zudem werden alle Musiker jeweils zwei Konzerte bestreiten, ein "großes" an einem Abend und ein "kleines" am Tag.

KLAVIERFIEBER ist eine Kooperation des "Young Euro Classic" mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. In deren Besitz befinden sich fünf der sechs ausgewählten Kunstwerke. Ihr Präsident Hermann Parzinger wies darauf hin, dass die Stiftung spartenübergreifend arbeitet: "In unseren Häusern finden sich auch Tondokumente, Musikinstrumente und Autographen von Kompositionen", sagte Parzinger, der Schirmherr des Festivals ist. Insofern würde die Kooperation mit dem Klavier-Kunst-Festival perfekt passen.

Pianistin Constance Pfeiffer

Schon jetzt wirbt ein "Mobiler Flügel" (Marke "Feurich") für das KLAVIERFIEBER. Bis zum 26. Juni hält ein LKW mit einem Klavier an markanten öffentlichen Plätzen der Stadt für das Festival. Auf der mobilen Bühne geben junge Pianisten der Leo-Kestenberg-Schule und des Julius-Stern-Instituts ihr Können zum Besten. Wenn also demnächst ein weißer Lkw neben Ihnen hält, auf dessen Ladefläche jemand Klavier spielt, dann könnte das eine Einladung in die Neue Nationalgalerie sein.

Eintrittskarten für das Internationale Klavier-Kunst-Festival KLAVIERFIEBER in Berlin sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.

(wa)

http://www.klavierfieber.de

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